Eine Frau beginnt in einem mysteriösen Ministerium einen Job: Sie wird einem Zeitreisenden aus dem Jahr 1847 beim Ankommen in der Gegenwart helfen. Der Polarforscher, für den sie zuständig ist, hat verständlicherweise Probleme mit der Eingewöhnung, zum unterhaltsamen Glück für uns Lesenden. Die Sätze, in denen Graham Gore die Errungenschaften der Neuzeit kennenlernt, sind häufig zum Niederknien super.
Neben Graham gibt es noch weitere so genannte Expats, die wir alle kennenlernen, sowohl in der Gegenwart als auch in ihrer Vergangenheit. Dann gibt es noch eine Liebes- und eine Science Fiction/Actiongeschichte und ja verdammt, alles in einem Buch. Kaliane Bradley hat eine wilde Geschichte konzipiert und minutiös durchgeplant, dabei an Millionen Sachen und Continuity gedacht UND den Figuren so viel Emotionen und Beziehungen untereinander geschenkt, dass sich das Lesen angefühlt hat wie ein glücklicher Rutsch durch ein Wurmloch.
Jetzt liest es gerade mein Mann, und der sagt auch andauernd: Das Buch ist so gut. Recht hat er. Lies es am besten auch!
Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley. Übersetzt von Sophie Zeitz. Erschienen bei Penguin. 24 €.

