Friedrich Merz
Beschimpfen und beleidigt sein
das kann der Friedrich Merz.
Dass der Typ unser Kanzler ist,
ist echt ein schlechter Scherz.
Er inszeniert sich liebend gern
als ach so armen Tropf
und stößt im selben Atemzug
den Menschen vor den Kopf.
Trägt dieser Mann statt nes Gehirns
vielleicht eine Prothese?
Vielleicht. Vielleicht tanzt er auch gerne
Fettnapf-Polonäse:
Menschen ohne Geld, sagt er, die
sollen selber kochen.
so 130 Euro reichen
locker für 4 Wochen.
„Sozialtouristen!“, pöbelt er
mit knitterböser Miene.
Und meint damit die Kriegsflüchtlinge
aus der Ukraine.
Asylbewerber klauen uns
beim Zahnarzt die Termine.
Ihre Zähne strahlend weiß —
bei uns: Gebiss-Ruine.
Noch nicht mal Kanzler war er, als
all das rausposaunte.
Kein Wunder, dass mich seine Wahl
doch ausgiebig erstaunte.
Die Wahl entschied sich immerhin
nicht gleich im ersten Gang.
Denn sogar für die CDU
schien er kein guter Fang.
Jetzt ist er also Kanzler, die
Begeisterung ist mau.
das liegt sehr viel an ihm, ein bisschen
auch an seiner Frau.
Statt sich zu hinterfragen, liess
der Fritz den Spiegel wissen:
Kein Bundeskanzler vor ihm hat
das so ertragen müssen.
Denen, die sich mit dem Wunsch nach
Wohlstand an in wandten,
sagte er, das wird nichts: wegen
Rentnern und Migranten.
Und mit der deutschen Jugend wird
das noch einmal so schwer.
Ganz ohne Leistung und Moral.
Sein Tipp: zur Bundeswehr.
Er macht eigentlich nichts anderes
als Randgruppen zu grillen.
Doch! Urlaub macht er wochenlang
auch Kanzler müssen chillen.
Nur doof, dass parallel zu Haus
die Hitze alle quälte
allmählich fragt sich jeder, wer
den Friedrich Merz bloss wählte.
Selbstreflektion und Empathie
findet er wohl plemplem.
Beleidigt lieber weiter von
Berlin bis nach Belem.
Dieser Mann reimt sich zu Recht
auf „‚Wirklich schlechter Scherz‘.
Ach wärst du bloß nicht Kanzler,
Merzweckeier-Friedrich-Merz.
