Walross, Spatz und Beuteltier.

Der Titel Walross, Spatz und Beuteltier: Das große Sammelsurium der Tiere ist so lang, dass es als Blogpost-Überschrift ganz schön doof aussehen würde. Aber wisst ihr, was überhaupt nicht doof aussieht: das Buch.

Darf ich vorstellen: Mein liebstes Tierbuch von allen Tierbüchern bis jetzt. Die Illustrationen von Adrienne Barman sind schön und witzig und durch kleine Schrägheiten so unterhaltsam, dass ich jede Seite ewig angucken kann. Aber das ist noch nicht das Beste. Sie hat sich nämlich Kategorien ausgedacht, in die sie die Tiere unterteilt hat. Und die sind nicht so gattungsmäßig und biologischtierkundemäßig oberkorrekt, sondern super!

Weil plötzlich Tiere, die sich im echten Leben gar nicht begegnen würden, eine Familie sind. Guckt mal:

Hier kommt zusammen, was sonst nie zusammengehören würde.

In diesem Buch kommt zusammen, was sonst nie zusammengehören würde. Und das ist auch gut so.

Und die Kategorien machen so einen Spaß. Die Illustratorin hat tatsächlich geschafft, dass der Name der Tierfamilie und das Bild komplett ausreichen. Ich brauche keinen ellenlangen Erklärbär-Text mehr vorlesen, bei dem das Kind plötzlich teilnahmslos guckt und mich dann fragt, warum der Typ aus dem Starwars-Heft eigentlich einen Bart hat. Sondern wir können zusammen das Bild angucken und zusammen überlegen und herausfinden, warum manche Tiere nervös sind oder wie hoch sie springen können oder was sonst mit ihnen los ist. So wie wir jetzt, guckt mal:

 

Weil es mehr nicht braucht.

Braucht es mehr als den Tiernamen und Tränen in den Augen? EBEN NICHT!

Ganz schön viele Familien sind auch lustig.  Menschen mit leichtem Humordefizit könnten auch sagen: NAJA! Lehrreich ist das nicht gerade. Man sieht ja gar nichts.

Sie sehen gar keine Tiere? Sie finden das lustig? Dann sollten Sie sofort dieses Buch kaufen. Sie finden das nicht lustig? Dann kaufen sie lieber Geolino oder so.

Sie sehen gar keine Tiere? Sie finden das nicht lustig? Dann kaufen sie lieber Geolino oder so.

Was neben Humor und Spaß an vielleicht nicht naturgetreuen, aber schönen Illustration noch unbedingt gebraucht wird, ist das Internet. Also von uns zumindest. Wir haben fast auf jeder Seite ein Tier entdeckt (also falls es nicht zu schnell war), das wir nicht kannten. Ok, wir sind jetzt auch nicht die Familie, die in beigen Bermudas, Fernglas und Kescher durchs Gestrüpp robbt, aber wer auch vorher schon alles über die Glänzende Binsenjungfer weiß, der sollte sich eh vielleicht von meinem Sohn mal das Starwars-Heft ausleihen.

Also: Tiptoppes Topbuch!

 

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