Gute Nachrichten (und Serie, Filme und Spiele)!

Die Ferien sind fast vorbei, und ich kann nach einer wochenlangen Versuchsreihe bestätigen:

AUCH EXZESSIVER MEDIENKONSUM VERURSACHT KEINE VIERECKIGEN AUGEN.

 

Denn wenn an diesem Gerücht etwas dran wäre, dann hätten wir nach diesen Ferien auf jeden Fall eckige Augen gehabt. Unsere Familie hat sich in diesen Ferien geopfert und es getestet. Heraus kommt ein bisschen schlechtes Gewissen und schöne Erinnerungen an lustige Filme, schöne Serien, ein tolles Spiel und eine prima Rumhängzeit mit allen. Hier sind unsere Filmtipps, Serientipps und Spieleempfehlung für die ganze Familie.

 

 

Ferdinand. Im Kino.

Wer das tolle Buch nicht kennt: Ferdinand ist ein Stier, der lieber Blumen als Kämpfen mag. Deshalb haut er von seinem Kampfstier-Bauernhof ab und lebt bei einem Mädchen und dessen Vater. Bisschen doof für Ferdinand, dass ausgerechnet er der größte, muskelbepackteste Stier von allen wird und beim Blumenfest von einer Hummel gestochen wird. Er sieht groß und wütend und gefährlich aus, und alle denken, er ist ein fieser Kampfstier. Ist er aber ja gar nicht, was er beim Stierkampf eindrucksvoll beweist. Die Story ist eingepackt in sehr viele lustige kleine Ideen, verrückter Figuren und spaßige Szenen, so dass ich tatsächlich in Kürze nochmal rufen will: Kinder, legt die Gemüsesticks und das unbehandelte Holzspielzeug weg – wir gehen noch mal ins Kino. Außerdem musste ich bei der einen Synchronstimme immer an Christian von Familienbetrieb denken.

 

Coco. Auch im Kino.

Zuerst hatte ich Angst, dass der Kleinen der Film zu gruselig ist, aber zum Glück mag sie ja eh gruseln und außerdem war der Film bei all dem Tod so bunt und lustig, das die Augen sich doppelt und dreifach gefreut haben. Der Film handelt von einem mexikanischen Jungen, der Musiker werden will, was seine Familie aber auf keinen Fall unterstützt. Dieser Junge, Miguel heisst er, landet am Tag der Toten in der Welt der Toten, muss dort seinen Großvater finden, dann Irrungen, Wirrungen, lustige und traurige Handlung, Happy End. Das fasse ich nicht zusammen, weil es öde ist, sondern wirklich komplex und straff erzählt. Fazit: Der Film ist toll. Die Kinder wollten danach die Musik rauf und runter hören, Diasdelosmertig geschminkt sein und das kulturelle Drumherum um den Film fand ich genauso spannend wie zu gucken, wie cultural appreciative er war und so weiter.

 

 

Paddington 2. Auch im Kino.

Ja, die Menschen im Kino begrüßen uns im Kino inzwischen mit vollem Namen. Die Fortsetzung von Paddington 2 haben wir vor dem ersten Teil geguckt, aber das hat nichts gemacht. Also: Paddington will seiner Großmutter ein Pop-Up-Buch schenken, das er in einem Antiquariat gefunden hat, aber leider kriegt das der abgehalfterte Schauspieler Phoenix Buchanan mit, der das Buch unbedingt haben will, klaut und dafür sorgt, dass Paddington ins Gefängnis muss. Während Paddington dem Knastkoch beibringt, Orangenmarmelade zu kochen und den harten Knastjungs, es sich gemütlich zu machen, findet die Familie Brown das Geheimnis vom abgehalfterten Schauspieler raus, der so so super von Hugh Grant gespielt wird. Am Ende ist natürlich alles gut. Plus: Viele Farben und Bilder haben mich an Wes Anderson erinnert und meinen Augen und meinem Allem wirklich Spaß gemacht. Toller Film!

 

 

SMILF. Auf Sky.

Diese Serie habe ich geguckt, während ich die Weihnachtsgeschenke eingepackt habe. Und das bedeutet nicht, dass es sehr sehr viele Geschenke gab, sondern dass die Serie mich ziemlich abgelenkt hat. Es geht um die Single Mother I Like to Fuck Bridgette, die schlau ist, eigentlich Basketballprofi werden wollte, aber jetzt als Alleinerziehende nicht so kann wie sie will. Ihre Kämpfe und ihre Verpeiltheit sind aber nicht so doof ala: “Oh, das arme Kind”, sondern so, dass es zwar verpeilt (und im echten Leben auch verantwortungslos) ist, aber die Liebe für ihr Kind wird hier nie infrage gestellt. Abgefuckt, aber mit Liebe. Diese alleinerziehende Mutter hat überhaupt gar nichts von Gilmore Girls. Es geht um eventuelle Ausgeleiertheit nach der Geburt, dem Problem, als alleinerziehende Sex zu haben, oder einen Job, oder Zeit für sich, um die etwas verrückte Mutter und vieles mehr.

 

The Marvelous Mrs. Maisel. Bei amazon prime.

Weder kaufe ich (Bücher) bei noch verlinke ich zu amazon, aber ich habe wieder einen Prime-Account zum Gucken. Und was ich da gesehen habe!!! Super!! The Marvelous Mrs. Maisel spielt im New York der 50er. Ein jüdisches Paar heiratet (sie sieht aus wie Theresa Bücker von Edition F, wenn sie lacht und er halb so schön wie Alex Turner, aber das tut nichts zur Sache). Also: Midge und Joel sind fröhlich verheiratet, Joel versucht neben seinem normalen Job Comedian zu werden und Midge unterstützt ihn dabei 50er-Jahre-mäßig als fürsorgliche Ehefrau (sie kocht tolle Sachen für die Clubmanager, damit Joel bessere Slots bekommt). Joel ist aber nicht so richtig witzig und wenn ja, hat er seine Witze von einer Schallplatte geklaut. Darüberhinaus hat dieser Trottel angefangen, seine Sekretärin zu vögeln und verlässt die tolle Midge, die eigentlich schon immer die viel coolere, witzigere von beiden war. Sie zieht zu ihren Eltern und wird, erst zufällig, dann absichtlich, selber Comedienne. Und was für eine! Die Dialoge sind toll sind, die Handlung auch, die Figuren machen Spaß und Midge ist grandios gespielt und geschrieben. Bitte alle gucken!

 

 

 

This is Us. Staffel 1. Auch auf amazon Prime.

Über diese Serie bin ich nicht so gestolpert wie über die anderen, sondern habe auf Twitter bei dasnuf gelesen, dass sie die Serie so mochte, was eigentlich immer bedeutet, dass ich es auch mögen muss. In diesem Fall lag ich falsch. Denn ich LIEBTE diese Serie. Sie erzählt parallel die Geschichte einer Familie in verschiedene Zeitsträngen. Es gibt die Kennenlerngeschichte der Eltern und die einzelnen und gemeinsame Geschichte ihrer drei Geschwister als Kinder und erwachsene. Die Geschwister sind Zwillinge, die eigentlich Drillinge waren, aber ein Kind ist gestorben, weshalb die beiden ein schwarzes Adoptivkind aufgenommen haben, das am selben Tag vor einer Feuerwache abgelegt wurde. Das Adoptivkind sucht seinen Vater und findet ihn, kurz bevor er stirbt, alle haben mit speziellen Problemen (Übergewicht, zu schön, um ernst genommen zu werden, Alkohol, Hausfrauendasein, einziger Schwarzer in der Familie etc.) zu tun und jede Folge hat so viel Wumms und bei mir mit solch einer Vehemenz alle Schleusen geöffnet, dass ich sehr viel geweint habe. Befreiend war das. Aber jetzt nicht das falsche denken: Die Serie war auch unterhaltsam und nicht absichtlich tränendrüsig.

 

 

Super Mario Odyssey auf der Switch

Ich bin sehr großer Fan von der Nintendo Switch und die Tatsache, dass ich in den letzten Monaten ziemlich wenig gelesen habe, liegt daran, dass ich abends immer daddeln musste. Morgens ist dann der Große früh und fröhlich aufgestanden, weil er gespannt war, wie weit ich gekommen bin. Das war eine schöne Zeit. Ich bin noch nicht ganz fertig, weil wir dann doch nicht so die Hochleistungsspieler*innen sind, aber es bockt wie Sau. Manchmal, da gibt es eine 2D-Welt, die wie damals ist, die kann meinen Sohn nicht spielen, weil er gar nichts mit dieser Linearität anzufangen weiss. Ich spiele das dann lässig für ihn und denke mir dabei: Früher war nicht alles besser, z.B. das Eintauchen in grüne Mülltonnen und das Springen gegen Steinblöcke, um Pilze zu sammeln. Wenn ihr überlegt, euch eine Konsole zu kaufen, kann ich die Switch so empfehlen. Wir hatten sie auch mit im letzten Urlaub und die drei verschiedenen Spiele-Modi für Zuhause und Unterwegs machen mich so froh, dass ich eine rote Mütze in die Luft werfe und dazu Woahey! rufe.

 

Ebenfalls geguckt:

Hüter des Lichts: Kinderfilm auf Netflix, Zeichentrick. Die Zahnfee, der Weihnachtsmann und so weiter müssen einen fiesen Typen davon abhalten, den Kindern statt dem Glauben an sie Angst einzupflanzen. Schön!

Manhunt: Unabomber. Serie auf Netflix über den echten Unabomber, der in den 90er Jahren Paketbomben geschickt hat. Die Story war spannend und hat dafür gesorgt, dass der Mann und ich parallel im Internet ziemlich viel über den Unabomber nachgelesen haben. Das wiederum zeigt, dass wir die Serie nicht so superspannend gefunden haben können. Vielleicht sind so Profiler-Serien auch einfach nicht mehr so mein Ding, weil ich immer irgendwie affig finde, wie ihnen plötzlich ein Licht aufgeht.

Big Mouth: Zeichentrickserie auf Netflix für Erwachsene. Es geht um Pubertät. Sperma und Menstruationsblut in Hosen, Hormonmonster und alles, was einen so quält in dieser Zeit. Unterhaltsam, aber nach der dritten Folge dachte ich: Ja, ich hab das jetzt verstanden und guck mal lieber was anderes.

 

Ich sage danke für das Nintendo-Spiel, das habe ich nämlich von einem sehr, sehr netten Menschen bei Nintendo bekommen. Außerdem sage ich danke für die Aufmerksamkeit und bitte für die Tipps. Wenn Ihr welche habt, immer her damit. Weil:

WENN ES ZUR FAMILIE UND ZUR STIMMUNG PASST, IS BINGEWATCHING NOT A CRIME.

 

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  One Reply to “Gute Nachrichten (und Serie, Filme und Spiele)!”

  1. Tristia
    6.2.2018 at 17:13

    Mrs. Maisel und this is us sind auch meine Entdeckungen im neuen Jahr. Super Serien! Schade, dass die zweite this is us Staffel nicht mehr oder noch nicht prime ist. Falls du sie noch nicht kennst kann ich dir bei Prime noch halt and catch fire empfehlen. Spielt In den 80gern und hat eine schöne Prise Punk…

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