Meine Blogfamilia-Menschenpolonäse aka Leseempfehlungen.

Die Blogfamilia ist ein sehr großes Elternblogger*innentreffen und immer etwas Besonderes. Denn nur dieses eine Mal im Jahr verlasse ich das Haus so früh, dass alle anderen noch schlafen. In Berlin angekommen, kann ich mich nicht mehr zusammenreissen. Dann muss ich immer nur hüpfen und etwas Kreischiges rufen und Menschen drücken. Ungefähr so. Die ganze Zeit.

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Und wenn ich fast alle Menschen, die mir begegnet sind, in einem Text hintereinander stelle, dann ergibt das eine fulminante Who-Is-Who Polonäse und eine ziemlich vielfältige, empfehlenswerte Leseliste. Darf ich bitten?

Alu und Konstantin, die unter anderem und vielleicht sogar vor allem die Blogfamilia organisiert haben. Ihre drei superen Kinder waren auch da, was mich genau so sehr gefreut hat wie Alus Kleid. Das habe ich nämlich auch. Wie die beiden das wuppen, ist mir ein Rätsel und ich möchte ihnen und den anderen Organisator*innen Danke dafür sagen, dass sie das machen.

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Gleich in der Schlange vom Eingang habe ich zuerst Jochen König vorgelassen. Weil ich finde, dass er immer so besonnen unbequem ist und das Thema Co-Parenting bei so vielen auf den Abendbrottisch bringt und weil er geschafft hat, dass Birgit Kelle aus einer Talkshow ausgeladen wurde. Ich bin ihm dankbar dafür, und auch dafür, dass er (und die anderen Blogger*innen mit sensiblen Themen) auch so viel Scheiss (Hasskommentare etc.) auf sich nehmen und ich grüble viel herum, wie ich und wir sie unterstützen können.

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Zu den Blogger*innen der sensiblen Themen gehört auch Nina alias Frau Papa, die sich thematisch mit Patchwork und vor allem Transsexualität ebenfalls auf dünnes Eis begibt. Und ich muss sagen, als ich sie da sitzen sah, dachte ich schon kurz: Die hat aber einen starken Akzent. War das bayerisch? Egal, Nina ist eine tolle Frau, mit der ich mich sehr gern mal unterhalten hätte.

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Nina sass neben Indre von M i MA, die mich vor einiger Zeit mal interviewt hat, und ich kann sagen: in echt ist genau so toll wie virtuell. Mit drei anderen zusammen schreibt sie übrigens den spannenden Newsletter WAS MACHEN, in dem Vorschläge stehen, wie man sich als Empfänger*in politisch oder gesellschaftlich engagieren kann.

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Im Diskussionspanel sass auch eine Frau, die ich noch gar nicht kannte. Julia vom Blog unangespießt meldete sich so wunderbar verpeilt und gleichzeitig klug zu Wort, dass ich heute ziemlich viel bei ihr rumgelesen habe.

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Neben mir wiederum sass Liz von kiddo the kid, die ich schon viel länger kenne als alle anderen Blogger*innen, die kluge Dinge sagt und als einzige an meinem T-Shirt zerren darf, um nach Tätowierungen zu gucken. <3

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Dann traf ich noch Melanie von glücklich scheitern. Endlich hatten wir mal mehr Zeit, über unsere bzw. ihre aufregenden Pläne zu reden und uns Fotos von unseren Kindern zu zeigen. Herrlich!

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Immer zu wenig Zeit, auch wenn es Wochen wären, hatte ich mit Rike von Nieselpriem, die mich mit einem ihrer letzten Texte ganz nachdenklich, besorgt und noch verliebter in sie gemacht hat. Sie hat einen besonderen Platz in meinem Herzen, und ich hoffe, sie kommt mich bald besuchen, damit ich sie bis zum Pupillenstillstand betüdeln kann.

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Jana vom Hebammenblog habe ich erst das dritte Mal gesehen, das kann ich aber genau genommen gar nicht glauben. Und ich werde sogar fast sauer, wenn ich mir vorstelle, dass ich bis zum nächsten Treffen wieder ein Jahr warten muss. Bis dahin lese ich einfach auf ihrem Blog, zum Beispiel den Artikel darüber, was man alles mit der Plazenta machen kann.

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Annette von mutterseelesonnig muss, irgendwo noch sehr viele Arme, Beine und eine geheime Zeitzone versteckt haben. Sie arbeitet nicht nur einen tollen Job, sondern hat zwei Kindern, die ich ins Herz geschlossen habe, weil sie so liebevoll von ihnen spricht und nebenbei hält sie die Fahne für Alleinerziehende hoch. Das gleiche gilt für Christine Finke von Mama arbeitet.

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Tobi oder Johnny von Johnnys Papablog teilt sich mit mir zu großen Teilen die musikalische Sozialisation und hat in der Blogfamilia-Diskussionsrunde schön gesagt, dass er kein Lob dafür will, dass er und seine Freundin sich aktiv zu einem familienfreundlicheren Arbeitsmodell denken und handeln. Dafür gehört er genauso gelobt wie für seinen Text zur gewaltfreien Erziehung.

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Mareice Kaiser von Kaiserinnenreich bewundere ich, ähnlich wie Jochen König für ihre ruhige Hartnäckigkeit. Sie hat die Abschlussdiskussion moderiert und war dabei so aufmerksam, schnell und wunderbar unmoderatorig, dass ich ihr immer wieder beim Denken zuhören oder zulesen will.

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Christian vom Familienbetrieb. Er macht die besten Witze, und er ist mit seinem Fahrradhelm durch einen Club voller erlebnishungriger, junger Menschen ohne Fahrradhelme direkt in mein Herz marschiert. Da angekommen, merkte er allerdings gleich: Hier war ich ja schon.

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Janni (und Thomas) von Ich bin dein Vater. Was für Supertypen! Leider kann ich nur noch von Janni weiterschreiben, weil Lempi nicht mit war und Thomas leider relativ früh abgeknickt ist. Mit Janni, Christian und Lisa hingegen bin ich noch sehr schlimm versackt, und dabei habe ich festgestellt, dass Janni an dem Herzen, das er auf der Zunge trägt, ziemlich was zu tragen hat. Dass das wiederum eigentlich alle drei Mitglieder dieser lustigen Bloggergruppe haben, könnt ihr in ihren Podcasts hören.

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Und dann ist da Lisa von Stadt-Land-Mama. Bei Lisa geht mir das Wort Freundin schneller über die Lippen als letzten Freitag der Satz: Noch ein Bier, bitte. Lisa sprüht (vor Freude, Aura u.v.m.). Sie ist scheisslustig und empathisch und nachdenklich und fröhlich und von allen Dingen auf der Welt mag ich mit am liebsten mit ihr reden. Und trinken. Und tanzen. Und sowieso.

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An dieser Polonäse wird vieles deutlich. Erstens, dass ich einen großartigen Tag hatte. Zweitens haben Blogs mein Leben vielfältiger gemacht, und wenn ihr hier in alle mal reinlest, dann könnt ihr es merken, sie sind so unterschiedlich, dass die Schwarte kracht, und ich vor Freude gar nicht schnell genug hüpfen kann. Viele dieser Blogger*innen haben mir mit ihrer Lebensrealität und ihren Gedanken den Horizont so beschwingt aufgezogen wie eine Mutter die Gardine im Zimmer ihrer Kinder. Ihr macht mich schlauer, und ich kann meinen Kindern von euch erzählen oder mir Anregungen holen und huch, plötzlich ist tatsächlich das Private ja wieder politisch.

Und weil es so gut passt, kommt am Ende der Polonäse noch eine Frau, die ich leider gar nicht gesprochen habe, aber was Nora Imlau über Elternblogs gesagt hat, hat mir sehr gefallen. Die Art, wie sie das gesagt hat, auch. <3

  9 Replies to “Meine Blogfamilia-Menschenpolonäse aka Leseempfehlungen.”

  1. 16.5.2017 at 15:16

    Ich bin gerührt, in dieser Liste auftauchen zu dürfen. Und endlich weiß ich, warum ich in diesem Club von keiner Frau angesprochen wurde: Es war der Fahrradhelm! Und mein fortgeschrittenes Alter, mit dem ich den Altersdurchschnitt um ca. 15 Jahre erhöht habe, und bei dem die anderen Gäste dachten, hoffentlich stirbt der Typ hier nicht. Egal!

    LG, Christian

  2. rike
    16.5.2017 at 15:18

    Mit mir hat übrigens niemand gesprochen, weil sie Angst hatten, dass ich nicht aufhöre, vom Krieg zu erzählen.

    <3

  3. 16.5.2017 at 18:59

    Wir, die beiden Alten von der Resterampe.

  4. Alu
    16.5.2017 at 19:03

    Du hast einen sehr grossen Platz in meinem Herzen mein Liebes, wir nutzen übrigens einen Zeitumkehrer für unsere ganzen Dinge,das mam zur Erklärung. Küsschen Alu

  5. 16.5.2017 at 19:36

    Nächstes Mal möchte ich dich treffen, liebe Rike! Und dann lesen er uns gegenseitig unsere Lieblingskinderbücher vor. Deal? 🙂

  6. 16.5.2017 at 19:36

    *wir

  7. rike
    16.5.2017 at 20:36

    nein, dann lese ER uns unsere Lieblingskinderbücher vor, ist doch viel besser. Wir lehnen uns dann einfach zurück und trinken eine Apfelschorle <3

  8. 16.5.2017 at 21:27

    Yippie ich bin bei infemme! Ich schicke ein großes HERZ (Wie mache ich so ein Symbol?) Hhm, bitte imagniere ein Herz (Danke!)
    Konsti

  9. 17.5.2017 at 09:58

    Auf keinen Fall will ich ein Jahr warten! *Googelt Zugverbindungen*

    – schön war’s!

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