Gruselschocker für Kinder ab 2.

„Ich mag laut!“ oder „Ich mag gruselig“, sagt meine Tochter genauso oft  wie „Kann ich einen Nachtisch?“ oder „Och, nur noch ein einziges Mal.“

Deshalb habe ich beim Vorlesen der einen gruseligen Seite dieses Buches weder an Lautstärke noch an Grusel gespart. Es geht um:

 

Damm, Antje: Schlaf, Kater, schlaf! Gerstenberg Verlag (2017) Altersempfehlung: ab 2 J. Pappe, 7,95 €.

Knallerfarben, Knallerillustrationen! Antje Damm eben, nä?

Antje Damm ist eine grandiose Tausendsassa-Frau. Sie hat so viele tolle Bücher gemacht, dass ich mich kaum entscheiden kann, welche ich hier aufzählen möchte. Ich entscheide mich für: ‚Der Besuch‘, ‚Warten auf Goliath‘, alle ihre Bücher, in denen es um Fragen geht, ‚Regenwurmtage‘, ‚Wie gehts weiter?‘. Auch, wenn ein Buch von ihr ‚Wie geht’s weiter?‘ heisst, nehme ich die Frage hier mal persönlich und sage: Mit Schlaf, Kater, schlaf!

Die Geschichte ist schnell erzählt, denn auch sehr Kleine ab 2 sollen sie gut finden: Der Kater auf dem Cover schläft, und das Kind, das das Buch aufmacht, weckt ihn. Davon ist der Kater nur semibegeistert. Er will lieber weiterschlafen oder mindestens seine Ruhe haben.

Jetzt mal ehrlich: Warum sollte die Kleine auf eine Katze mehr hören als auf mich? Ich habe diese Frage auch schon sehr, sehr oft gestellt. Meistens zwischen 5 und 7 Uhr morgens.

Der Kater merkt relativ schnell: um Ruhe bitten bringt nichts. Deshalb hat er eine Idee mit halbfiesem Hintergedanken. Er fordert das Kind auf, gemeinsam ein Nickerchen zu machen, lässt es die Augen schließen, um es dann auf der nächsten Seite volles Rohr zu erschrecken.

Mein persönlicher Tipp: Beim ersten Mal vorlesen ein bisschen vom Gruselgas gehen.

Huch! Diesen Schreck hatte ich genauso wenig erwartet wie der Kater.

Das hat funktioniert. Ich habe, zugegeben, ziemlich laut und ziemlich beängstigend Uaaah! gebrüllt und danach genauso ein schlechtes Gewissen gehabt wie der Kater. Weil die Kleine sich wirklich erschrocken hat. Aber der Schreck war schnell behoben und wir machten einen Deal, dass ich beim zukünftigen Lesen nicht mehr meine gruselige Stimme nehme.

Dem Kater war das genauso unangenehm wie mir, und er fordert das Lesekind auf, ein neues Buch zu holen. Das findet die Kleine lustig und bringt immer fröhlich ein neues Buch. Und damit sich passend zur Geschichte der Kater in den Schwanz beisst, empfehle ich an dieser Stelle wieder alles von Antje Damm.

 

 

Ich danke dem Gerstenberg Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.